Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie / Plastische Operationen
Dr. Andreas Born ist Zahnarzt und Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit der Zusatzbezeichnung Plastische Operationen und seit 2008 in Stuttgart-Botnang niedergelassen.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“
(Hermann Hesse, aus dem Gedicht „Stufen“)
Abitur am humanistisch-altsprachlichen Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart
Studium der Rechtswissenschaften mit Abschluss der juristischen Zwischenprüfung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Studium der Medizin und Zahnmedizin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Studienaufenthalte in der Viszeralchirurgischen Klinik des Inselspitals der Universität Bern, in der Kieferchirurgischen Klinik der Universität Zürich (Prof. H. F. Sailer) und in der Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Washington University of St. Louis/Missouri unter der Leitung von Dr. Susann Mackinnon.
Facharztweiterbildung in Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universitätsklinik Heidelberg (Prof. J. Mühling) und am Städtischen Klinikum Saarbrücken (Prof. J. Dumbach).
Facharzt- und Oberarzttätigkeit, zuletzt als Stellvertreter des Abteilungsleiters (Prof. C.-P. Cornelius) am Bundeswehrkrankenhaus Ulm.
Außerdem einjährige vollzeitige Weiterbildung in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II der Universität Ulm am Bezirkskrankenhaus Günzburg (Prof. Th. Becker).
Weiterbildung in der Klinik für Prothetik der Universität Ulm (Prof. P. Ludwig).
Zusatzqualifikationen:
Plastische Operationen, Fachkunde Laser in der Medizin, Psychosomatische Grundversorgung.
Seit 2008 in eigener Praxis in Stuttgart-Botnang niedergelassen.
Dr. Andreas Born und die Konzeption der chirurgischen Wundkontraktion
Ist die chirurgische Wundkontraktion eine neue Behandlungsmethode? – Ja und Nein.
Die Dehnbarkeit der Haut, die elastisch über Wunden/Defekte gezogen wird, ist die Grundvoraussetzung für jegliche rekonstruktive plastische Chirurgie. Schon die „alten“ Chirurgen in Indien und der Anatom und Chirurg Gaspare Tagliacozzi im Italien der frühen Neuzeit (1545 bis 1599) zogen im wortwörtlichen Sinne Hautlappen von der Stirn oder vom Oberarm heran, um verstümmelte Nasen wiederherzustellen.
Andere Zeitgenossen wie der französische Chirurg Ambroise Paré (1510 bis 1590) verschloss so eine Lippenspalte, im Volksmund auch „Hasenscharte“ genannt, indem er einen Faden um eine dort durchgestochene Nadel in Form einer Acht wickelte und so die angefrischten Wundränder zusammenzog *.

(georgnassos@web.de)
Inzwischen ist die plastische Chirurgie im Kopf- und Gesichtsbereich mittels lokalem Lappentransfer sehr ausgefeilt. Jedoch sind insbesondere die Defektverschlüsse im Bereich der Nase und der Kopfhaut zumeist sehr aufwendig, damit es zu funktionell und ästhetisch guten Resultaten kommt. Hierbei kann es auch trotz langjähriger Erfahrung zu Komplikationen kommen wie Wundheilungsstörungen und Gewebeuntergang.
Aus diesen Gedanken heraus haben wir uns für den alternativen Weg statt des einmaligen Wundverschlusses ein schonendes, kontinuierliches Zusammenziehen der Wunde über mehrere Sitzungen entschieden. Die chirurgische Wundkontraktion basiert auf der Beobachtung, dass eine umlaufende, zirkuläre Saumnaht zu einer Verkleinerung bis zu 5 mm nach zentral führt. Hierbei wird die Haut nicht überdehnt und die Durchblutung bleibt ungestört.
Der von uns beschriebene Ablauf in 3 – 4 Sitzungen unter Verwendung individuell adaptierter Wundplatten und dem obligaten mehrschichtigen Wundverschluss, wie im Ablauf der Hautkrebsbehandlung im Gesicht näher beschrieben, ist eine Eigenentwicklung und darf insofern als „neu“ bezeichnet werden.
* Quellenangaben:
Thieme, V. (2010): Frühe schriftliche Quellen zur Geschichte der Spaltchirurgie. Ein Exkurs über vier Jahrtausende – Teil 2. Der MKG-Chirurg, Ausgabe 3/2010, S. 206 -210. Springer Medizin Heidelberg
Born, A., Markmann, H.-U. (2021): Zahnärztliche Geweberegeneration und Wundbehandlungstechniken. Mal ganz anders. PIP: 4, 14 -17
Born, A. (2022): Die Versorgung von tumorchirurgisch bedingten Gesichts- und Kopfhautdefekten, ein alternatives Praxiskonzept anhand von Fallvorstellungen. MKG-Chirurg 2022
Born, A., Markmann, H.-U. (2024): Plastic Coverage of a Lentigo-Maligna Defect in the Cheek, an Alternative Practice Concept. Volume 24, Issue 1, Compilation 1.0
Mitgliedschaften
Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie (DGMKG)
Mitglied in Ärzte- und Zahnärztekammer Baden-Württemberg
Das Handwerk
Die Bezeichnung Chirurgie kommt aus dem Altgriechischen und heißt zunächst wörtlich übersetzt „Hand-werk“. Anspruchsvoll und spannend dabei ist die Umsetzung einer Idee im Kopf in die „Hand-Arbeit“. Dabei unverzichtbar ist für mich der Einsatz der so geschätzten Lupenbrille mit 3,5-facher Vergrößerung, die durch ihr Extended Field (= erweitertes Sichtfeld) einen störenden Tunnelblick zu vermeiden hilft. So können auch feinste Nähte angelegt werden und ermöglichen ein kosmetisch günstigeres Ergebnis.
Zum Schluss ist ein anerkennendes Kopfnicken oder zufriedenes Lächeln von Patienten – entweder im Anschluss an die Operation oder noch nach Jahren – die schönste Belohnung für die Mühe.
